11 Okt. Vertreterversammlung des Imkerverbandes Rheinland-Pfalz: Wichtige Beschlüsse und aktuelle Themen der Imkerei
Karl-Heinz Moser vertritt den Imkerverein Lautertal und Umgebung bei der Vertreterversammlung in Neustadt an der Weinstraße.
Am Samstag, dem 26. September 2026, fand in Neustadt an der Weinstraße die Vertreterversammlung des Imkerverbandes Rheinland-Pfalz (IRP) statt. Für unseren Verein nahm Beisitzer Karl-Heinz Moser teil und vertrat die Vorsitzenden, die an diesem Termin verhindert waren.
Auf der Tagesordnung standen aktuelle Herausforderungen der Imkerei, die Arbeit des Verbandes, die Entwicklung der Mitgliederzahlen sowie wichtige finanzielle Entscheidungen.
Biodiversität und Schutz der Bienen
Ein Vortrag von Herrn Ellmann vom Deutschen Imkerbund widmete sich dem Thema Biodiversität. Im Mittelpunkt standen der Erhalt unserer Kulturlandschaften und die Bedeutung vielfältiger Lebensräume für Bienen und andere Bestäuber. Auch der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wurde als wichtiger Einflussfaktor angesprochen.
Ein weiteres Thema war die Verfälschung von Honig. Auf dem Markt befinden sich demnach Brotaufstriche, die als Honig deklariert werden, obwohl sie nicht von Bienen erzeugt wurden. Der Deutsche Imkerbund steht hierzu im Austausch mit den Bundesbehörden, um gegen solche Praktiken vorzugehen und die Qualität echten Honigs zu schützen.
Zur Varroa-Situation wurde berichtet, dass aktuell keine besonderen oder besorgniserregenden Meldungen vorlägen. Laut Zusammenfassung der Versammlung hat der Deutsche Imkerbund die Bienenvölker bundesweit den Veterinärämtern als varroabelastet gemeldet. Eine gesonderte Meldung durch die einzelnen Imker sei daher nicht erforderlich.
Honigvermarktung und Schutz regionaler Qualität
Am Versammlungswochenende fand außerdem eine Honig-Marketingveranstaltung statt. Sie sollte den Absatz von Honig fördern und die Öffentlichkeit über regional erzeugten Honig informieren.
Auch im Tätigkeitsbericht des Verbandes nahm der Kampf gegen Honigverfälschungen einen wichtigen Platz ein. Der Verband setzt sich dafür ein, Panschereien und minderwertige Importfälschungen zu bekämpfen und damit die Qualität sowie den guten Ruf des deutschen Imkerhonigs zu schützen.
Weitere Herausforderungen für die Imkerei
Der Tätigkeitsbericht griff mehrere weitere Themen auf. Dazu gehörten die Asiatische und Europäische Hornisse sowie die Auswirkungen des illegalen oder unsachgemäßen Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln im Spargelanbau. In diesem Zusammenhang wurde von rund 100 toten Bienenvölkern berichtet. Der Verband fordert strengere Kontrollen und Konsequenzen.
Ein weiterer Punkt war ein Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut in Bad Dürkheim. Laut Zusammenfassung wurden dabei 250 fremde Bienenvölker festgestellt. Die betroffenen Völker wurden auf behördliche Anordnung vernichtet.
Mitgliederzahlen und Wahlen
Für das Jahr 2025 wurden im Imkerverband Rheinland-Pfalz insgesamt 2.213 Imkerinnen und Imker sowie 14.230 Bienenvölker ausgewiesen.
Bei den Vorstandswahlen wurde Eckard Richter zum neuen zweiten Vorsitzenden gewählt. Die Versammlung gratulierte ihm zu seiner Wahl.
Beitragserhöhungen beschlossen
Ein wesentlicher Tagesordnungspunkt waren die künftigen Mitgliedsbeiträge.
Der Beitrag des Deutschen Imkerbundes steigt von bisher 3,58 Euro auf 10,00 Euro. Auch der Verbandsbeitrag des Imkerverbandes Rheinland-Pfalz wurde angepasst. Er steigt zum 1. Januar 2027 von 23,00 Euro auf 31,00 Euro.
Wichtige Frist für Austritte
Abschließend wurde auf die jährliche Frist für Austritte aus Verein, Verband und Deutschem Imkerbund hingewiesen: Die entsprechende Kündigungs- beziehungsweise Meldefrist ist jeweils der 31. Dezember eines Jahres.
Engagement für die Imkerei
Die Vertreterversammlung bot einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Imkerei in Rheinland-Pfalz. Die Themen reichen vom Schutz der Bienen und der Sicherung der Honigqualität bis hin zu finanziellen Rahmenbedingungen und organisatorischen Fragen.
Der Imkerverein Lautertal und Umgebung bedankt sich bei Karl-Heinz Moser für die Vertretung des Vereins und sein Engagement bei der Wahrnehmung der Vereinsinteressen auf Verbandsebene.